Archiv des Autors: Andreas Houf

La Gomera die Schönheit der Kanaren

Wie ein Felsklotz ragt sie aus dem Meer – sie soll die mythenreichste des kanarischen Archipels sein – La Gomera.

Was macht die Anziehungskraft dieser Insel aus und wie kommt es das Leute bei ihrem Namen zu schwärmen beginnen. La Gomera eine Inselwelt die so manches Geheimnis hütet.

La Gomera gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt im Atlantik nur 300 km von der afrikanischen Küste entfernt. Die Hauptstadt heißt San Sebastian. Die dünn besiedelte Insel hat einen Durchmesser von nur 25km. La Gomera die 2. kleinste Kanaren Insel wird um ihren Schatz den Nationalpark Garajonay beneidet den einzigen Urwald Europas.

 

Auf 900m Höhe präsentiert sich ein immergrüner Lorbeerwald. Wer nach La Gomera reist muss einfach wandern. Die hohe Niederschlagsmenge ist die Voraussetzung das hier alles gedeiht. Allein 15 verschiedene Lorbeergewächse gibt es im Nationalpark Garajonay ihren nebelverhangenen Lorbeerwald nennen die Gomeros Laurisilva er ist ein Dinosaurier unter den Wäldern. Millionen Jahre alt doch auch hier vernichteten Rodungen große Waldbestände. Das änderte sich als Umweltschützer das 4000 Hektar große Areal unter Naturschutz stellten. Eine Fläche von immerhin 50 Fussballfeldern.

 

Die Gomeros leben von der kargen Landwirtschaft. Bergziegen gehören zum Landschaftsbild La Gomeras. Ihnen verdankt die Insel auch den guten Käse. Alle Wetter hat diese Insel. Wie spukende Gespenster ziehen Nebelschwaden über das Waldgebiet. Es ist der Passatwind der auf die Gebirgshänge stösst und dann zu Nebel und Wolken kondensiert und das über einer Pflanzenwelt von urzeitlichen Gewächsen die nur hier im milden Klima der Kanaren überleben konnte. Ist das hier wirklich ein verwunschener Märchenwald in dem Hexen und Kobolde spuken ? Viele Gomeros sind immer noch abergläubisch.

 

 

 

Mit knapp 1500m ist der Alto de Garajonay der höchste Berg La Gomeras. Für viele Wanderer ist auf seinem Gipfel Verschnaufpause. Vom afrikanischen Festland sollen sie gekommen sein, die Ureinwohner La Gomeras, die Guanchen. Im 5. Jahrhundert nach Christus. Doch die spanischen Eroberer setzten dieser friedlichen Kultur ein jähes Ende. Bei vielen Gomeros ist auch heutzutage noch der Tafelberg Fortaleza, der alte Kultplatz der Ureinwohner, der spirituelle Mittelpunkt der Insel.Liegt hier nun tatsächlich der versunkene Kontinent Atlantis von dem die Einheimischen immer wieder sprechen ? Oder waren die Kanarischen Inseln einst Teile des Afrikanischen Kontinents ? Mythen ranken sich um diese Frage. Geologisch betrachtet ist die Vulkaninsel mit c. 10 mio. Jahren noch recht jung. Beim Zusammenstoß der Europäischen und Afrikanischen Platten stauchte sich der Ozeanboden , schob sich zusammen und zerbrach dann.

 

Heute beherbergt die Insel zahlreiche Täler. Die kanarische Palme stammt aus Nordafrika und aus ihr gewinnen die Gomeros den süßen Palmhonig Miel de Palma. Mit über 100.000 Exemplaren gilt La Gomera als die palmenreichste der Kanaren. Ihnen verdankt La Gomera auch ihr exotisches Flair.

Im Norden der Insel gibt es ein Dorf das wie ein Amphitheater von Bergen umgeben wird. Es gilt als die Perle La Gomeras – Agulo. Typisch für La Gomera ist die Pfeifsprache el Silbo sie ist einzigartig und soll die Sprache der Ureinwohner La Gomeras der Guanchen sein. Mit ihr verständigten sich früher die Hirten in den Bergen. Leider beherschen heute nur noch wenige Gomeros diese Sprache. Da diese vom Aussterben bedroht ist wurde sie von der Inselregierung als Pflichtfach in den Schulen eingeführt.

 

Agulo ist ein Kleinstadt und erinnert an das einst wohlhabende Bürgertum. Im alten Ortsteil steht die Kirche San Marco. Fast die gesamte Bevölkerung ist römisch katholisch. Kaum ein Platz, kaum eine Straße wo nicht zum Gebet eingeladen wird. Die heiligen der Kirchen – auf La Gomera werden sie verehrt. Und wenn es sein muss, wird ein erfolgreicher Arzt der Kinder und Alte geheilt hat, zum heiligen gemacht. Im Südwesten das Valle Grand Rey hier gedeihen Avocados, Orangen, Datteln und Bananenpalmen.

Inzwischen sind es die Touristen, die hier ihr Geld ins Tal bringen. Kultstatus hat das beliebte Lokal Casa Maria wo sich allabendlich Einheimische, Stammurlauber und Neuankömmlinge zum Sonnenuntergang treffen. Das Valle Grand Rey  ist eine Enklave deutscher Aussteiger. Eben noch gleistende Sonne, dann peitscht der Passatwind über La Gomera. Die Insel versinkt hinter einer Wand als würde sich einige Millionen Jahren in die Vergangenheit zurücktreten. Ein Bestandteil La Gomeras sind auch die Riesenechsen, die einst in großen Mengen auf der Insel beheimatet waren, aber heute vom Aussterben bedroht sind daher hat die Regierung auch eine Aufzuchtstation gegründet wo diese gezüchtet und später ausgewildert werden sollen.

Bananen soweit das Auge reicht. Sie brachten einstmals gutes Geld ins Land und wurden Mitte des 19. Jahrhunderts als Zwergbanane eingeführt. Doch heute benötigt die Arbeit mit der Staudenfrucht viel Zeit und ist im Vergleich zur amerikanischen Dollarbanane nicht mehr konkurrenzfähig.

Fred Olsen ein Norweger besitzt den größten Teil des Südens von La Gomera. Dessen Familie herrschte bis in die jüngste Vergangenheit über die Reederei. Fred Olsen bringt alles Arbeit, Geschäfte und Touristen. Dem Passagieraufkommen nach ist der Hafen von San Sebastian der 3. wichtigste Spaniens. Es sind vor allem die Tagestouristen von der Nachbarinsel Teneriffa.

Zweimal die Woche bieten die Gomeros auf dem Markt der Inselhauptstadt San Sebastian ihre Produkte an. Für Einheimische, Besucher und Zugewanderte ist das auch immer eine Möglichkeit die wichtigsten Neuigkeiten auszutauschen. San Sebastian ist Sitz der Inselregierung. Die Stadt ist gemütlich ohne Bettenburgen ohne Massenabfertigung.

Und diese Stadt hat an einer Geschichte mitgeschrieben um die sie jede andere Hafenstadt Spaniens beneiden würde. Es war im August 1492 als Cristobal Colon ( Christoph Kolumbus ) die Stadt betrat. Ein Genueser Kaufmann der im Dienste der spanischen Könige unterwegs war. In der Iglesia de la Asunción bat er um den Segen für seinen langen, noch unbekannten Weg nach Inden. 3 Tage Rast waren geplant. 36 Tage blieb er.

 

Und hier so erzählt die Legende traf Christoph Kolumbus seine große Liebe. Es war die umschwärmte  Beatriz de Bobadilla die ehemalige geliebte des spanischen Königs. Doch die schöne Beatriz erinnerte Christoph Kolumbus energisch an seine Dienste und schickte ihn zu seinen Schiffen, 3 mal landete Kolumbus später noch auf La Gomera. Doch beim 3. Besuch war die umworbene bereits mit dem Eroberer von Teneriffa und La Palma vermählt. Der Torre del Conde im Stadtpark seit dem 15, Jahrhundert hält er allen Angriffen stand. Er soll den Spaniern als Zwischenlager für die Gold -und Silberlieferungen aus Südamerika gedient haben. Die Gomeros sind Stolz auf diese beiden Legenden und erzählen diese mit großer Überzeugung immer wieder.

 

 

Alles hinter sich lassen und irgendwo in der Ferne ein neues Leben beginnen. Wer hat noch nicht davon geträumt. Viele Deutsche haben sich auf La Gomera diesen Traum erfüllt. La Gomera hat viele Gesichter. Doch was die Insel im Atlantik auszeichnet lässt sich in Worte schwer fassen. Es ist vielmehr etwas märchenhaftes, mystisches und immer auch etwas geheimnisvolles.

 

 

 

 

Nach 34 Jahren wieder Schnee an der Costa Blanca

Schnee an der Costa Blanca. Eine Kältewelle hält die Costa Blanca in Atem. So kam es das nach 34 Jahren zum ersten mal Schnee an der Costa Blanca zu verzeichnen war. Obwohl der Schneefall vorhergesagt war, machte es nicht den Eindruck als das man sich auf die Situation vorbereitet hätte.

 

Für Unterhaltung sorgte das ganze auch in den Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co. dort kursierten deshalb vielerlei Fotomontagen von verrosteten Schneeräumfahrzeugen die es real an der Costa Blanca gar nicht gibt.

Nach den heftigen Schneefällen vom Mittwoch folgten am Donnerstag vielerorts Gewitter, Dauerregen, Stromausfälle und bis zu drei Meter hohe Wellen.

Vielerorts fiel am Mittwoch und Donnerstag der Schulunterricht aus, etliche Landstraßen in der Provinz Alicante mussten gesperrt werden, darunter die CV-770 in Villajoyosa. In Torrevieja fielen binnen zwei Tagen 40 Liter pro Quadratmeter.

 

Ein Spaß war das ganze natürlich für die Kinder die zum Großteil Schnee nur vom Hörensagen oder aus dem Fernseher kannten. Auch wenn vielerorts das Vergnügen nach wenigen Stunden schon wieder vorbei war, reichte Zeit doch zur ein oder anderen Schneeballschlacht oder zum Bau von Schneemännern.

Und wenn es dann schon einmal Schnee an der Costa Blanca gibt, entstehen dann natürlich auch kuriose Bilder wie dieser Schneemann vor einem Orangenbaum.

Dénia in der Provinz Alicante registrierte am Donnerstagmorgen dann Windböen von 70 Stundenkilometern, über Benitachell fegte der Sturm mit 60 Stundenkilometern. Die Ortspolizei sperrte die Zufahrt zur Cala Moraig. Auch bei Niederschlagsmengen markierte die Marina Alta in den frühen Morgenstunden des Donnerstag Höchstwerte in ganz Spanien.

So gingen in Parcent 25,2 Liter auf den Quadratmeter, Jávea 24, Dénia 21, Benissa 20, Pego 18,6 und Jávea 18,4 Liter nieder. In Calpe hagelte es.

Wenn es bis zum nächsten Schnee an der Costa Blanca wieder 34 Jahre dauert werden die Kinder wohl weiterhin auf Fernsehen, Bilder und die Erzählungen ihrer Eltern zum Thema Schnee zurückgreifen müssen.

 

Correfoc der Feuerlauf ein Erlebnis der besonderen Art

Correfoc oder der Feuerlauf ist ein ganz besonderer Teil der Fiestas in Katalonien , dem Land Valencia und Mallorca – die sogenannte „Nacht der Feuerteufel“. Wem Qualm, Feuerregen und ein riesiger Lärm nichts ausmacht, der sollte sich dieses Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen. So stehen die meisten Touristen staunend bei diesem Fest, da sie solch eine Ausgelassenheit und Intensität von deutschen Festen nicht gewohnt sind.

correfocs nacht der feuerteufel

Correfoc ein unbeschreibliches Ereignis

Die Szenerie beim Correfoc bestimmen tanzende Teufel mit Mistgabeln, Feuerregen und feuerspuckende Bestien. Die Menschenmassen, welche das Correfoc besuchen, werden einfach in das Festtagsspektakel mit eingebunden. So bewegen sie die Massen tanzend und voller Energie einem zentralen Platz entgegen, wo das Treiben aus Qualm, Gestank, Feuer und Musik seinen Höhepunkt erreichen wird.

Kurz vor der Ankunft entzündet jemand die Feuerwerksstrippen, welche in diesem Fall quer über eine Brücke gespannt wurden. Und so ergießt sich eine Funkenflut auf die Köpfe der Besucher. Dabei erscheint der das Ganze wie der Eingang zur tobenden, Feuer speienden Hölle. Einmal im Jahr ist dieser atemberaubende Wahnsinn in vielen Dörfern Bestandteil der lokalen Fiestas und zieht Unmengen von Besuchern in seinen Bann. Die Correfoc Nacht ist jedoch nur ein Höhepunkt der Fiestas, welche mehrere Tage andauern.

 

 

Correfoc Ursprung und Geschichte

Den Ursprung soll dieses Fest in einem beschriebenen Ball de diables (spanisch baile de diablos – Tanz der Teufel), aus dem zwölften Jahrundert in Katalonien haben. Aus diesem soll sich der aktuelle Feuerlauf entwickelt haben. Das Wort Correfoc selbst, wird 1977 das erste mal erwähnt….

correfoc Feuerlauf

Nicht selten kommt es vor das Touristen eigens wegen dieses Spektakels in die Regionen wie das Land Valencia, Katalonien und Mallorca reisen um diesem Treiben teilzunehmen. Wenn einen erst einmal das Feuerlauf – Fieber gepackt hat wird es sicherlich nicht die letzte Veranstaltung sein an der Sie teilgenommen haben. Alles in allem ein absolutes Highlight.

 

correfoc feuerwerk

Stiere ins Meer – Bous a la mar in Denia

Bous a la mar zu deutsch Stiere ins Meer , ist ein fester Bestandteil der lokalen Fiestas in Denia in der der Provinz Alicante im südöstlichen Spanien.

Das Ereignis findet seit 1926 statt. Denia mit seinen rund 42.000 Einwohnern ist aufgrund seines ganzjährig milden und konstanten Klimas besonders bei ausländischen Touristen beliebt. Viele davon sind dann auch bei Bous a la mar wieder zu finden. Bei Bous a la mar, werden die Stiere über die Marquès de Campo, der „Hauptstrasse“ Denias, in eine eigens dafür errichtete Arena am Hafenbecken der spanischen Küstenstadt getrieben. Die an das Hafenbecken grenzende Seite der Arena ist offen, so dass die „ Toreros“ in Badeshorts versuchen die Stiere in Richtung Hafenbecken und somit ins Meer zu treiben. Dabei fallen diese nicht selten selbst ins Wasser.

Während der Fiestas findet Bous a la mar in der Regel zweimal täglich um 13 Uhr und 19 Uhr statt und bei jedem Durchgang treten um die 8 Stiere an, die von speziellen Züchtern aus der Umgebung eigens für den Einsatz bei dieser Veranstaltung antransportiert werden. Begeistert verfolgt wird das Spektakel von zahlreichen zahlenden Zuschauern auf den Tribünen. Eine aktive Teilnahme ist erst ab 16 Jahren erlaubt.

Wenn die Stiere eine gewisse Zeit überstanden haben werden diese begnadigt. Die anderen verlassen die Arena dann im Mittelmeer schwimmend und werden dann aus dem Hafenbecken gezogen damit diese nicht ertrinken. Tierschützer protestieren jedes Jahr gegen die Veranstaltung. Im Normalfall werden die Tiere im Gegensatz zum Stierkampf in der Arena nicht verletzt. Doch durch die Aufregung und die Hitze erleiden manche Stiere einen Herzinfarkt. In seltenen Fällen sind auch schon Stiere im Meer ertrunken. Sollte man zu dieser Zeit, Mitte Juli, in Denia sein ist ein Besuch der Bous a la mar ein muss und sicherlich ein unvergesslicher Spass für die ganze Familie.

Dreikönigstag in Spanien – los reyes magos

Dreikönigstag in Spanien – ein Blick hinter die Kulissen

Um einmal einen kleinen Einblick hinter den Dreikönigstag zu bekommen und welch organisatorischer Aufwand nötig ist, dass auch jedes Kind sein Geschenk durch einen König / Rey bekommt zeigen wir das ganze Anhand eines Beispieldorfes mit 4800 Einwohnern an der Costa Blanca auf.

Viele freiwillige Helfer sind notwendig um das ganze umzusetzen, dabei sprechen wir nicht nur von den als Könige / Reyes verkleideten Helfern sondern auch von vielen im Hintergrund arbeitenden Personen.

Dreikönigstag in Spanien ein Geschenk nimmt seinen Weg

 

los Reyes magos

Die von den Eltern verpackten und mit Namen und Adresse versehenen Pakete werden in einer Lagerort umfunktionierten alten Seifenfabrik abgegeben.

heilige 3 könige

Jedes Paket wird gegen einen geringen Unkostenbeitrag mit dem betreffenden Inhaltswert erfasst und gegen Verlust und Beschädigung versichert. Allerdings ist in den letzten Jahren niemals weder eine Sendung verloren gegangen, noch ein Geschenk beschädigt worden. Was dem Einsatz und der Sorgfalt der freiwilligen Helfer zu verdanken ist.

 

Weihnachten Geschenk Spanien 3

el gordo dreikönig

 

dreikönig spanien

Spanien 3 Könige

Spanien Weihnachten

Weihnachten Spanien

Danach werden die Pakete nach Straßennamen und Hausnummer sortiert und in LKW´s , die von örtlichen Firmen gestellt werden, verladen. In diesem Fall sind das 4 LKW´s mit je c. 1000 Paketen die die Helfer am Abend des 5. Januar noch bis spät in die Nacht verladen haben, so das sie durch die Helfer der Könige der Reihe nach Vorort an den König / Rey übergeben werden können.

 

Spanien Tradition

Tradition Spanien

heilige drei könige spanien

heilige drei könige spanien

Dieser händigt die Geschenke dann persönlich seinem Empfänger aus egal ob Groß oder Klein.

 

Dreikönigstag in Spanien – viel Aufwand wenig Lohn

Wenn man bedenkt,dass die freiwilligen für die vielen Arbeitsstunden nur ein gemeinsames Vesper in Form eines Bocadillos bekommen ist es für uns außenstehende schwer nachzuvollziehen das man sich bisher um den Nachschub in diesem Bereich keine Gedanken machen muss. Denn in wenigen Wochen geht das ganze ja schon wieder von vorne los – nach den 3 Königen ist eben schon wieder vor den 3 Königen.

Heilige 3 Könige in Spanien – Cabalgata de los Reyes

Heilige 3 Könige – Ankunft :

Wie in jedem Jahr, pünktlich eine Nacht vor dem in Spanien traditionellen Fest der Heilige 3 Könige, wurde vielerorts die Ankunft der heilige 3 Könige gefeiert. In Spanien hält diese Tradition der Weihnachtsgeschenke besondere Momente für die Kinder bereit. Sie warten mit größter Vorfreude auf die Ankunft der Heilige 3 Könige aus dem Morgenland, die in einer einzigen Nacht Haus für Haus durch die Fenster klettern, um ihre Geschenke zu verteilen. Aber nicht nur die Kinder genießen diese Zeit, auch die Erwachsenen lassen sich von ihrer Freude anstecken, während sie gemeinsam mit den Kleinsten der Familie den großen Tag vorbereiten.

Der 6. Januar. Diese weihnachtliche Tradition bereitet den Kleinsten unvergessliche Tage voller Wärme und magischer Momente.

Denn als erstes müssen die Kinder einen Brief an die Heilige 3 Könige schreiben, in dem sie alle Geschenke auflisten, die sie sich wünschen. Anschließend kommt einer ihrer beliebtesten Momente, die Übergabe des Wunschzettels. Sie können zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Entweder überbringen sie den Brief persönlich den Heilige 3 Könige bei ihrer „offiziellen“ Ankunft am 5. Januar. Oder sie geben ihren Wunschzettel ein paar Tage vorher bei den Abgesandten und königlichen Postbeamten ab, die im Zentrum jeder Ortschaft bereit stehen. Dort wird man sie fragen, ob sie in der Schule und zu Hause brav gewesen sind, denn diejenigen, die es nicht waren, werden mit Kohle bestraft. In Wirklichkeit handelt es sich dabei allerdings um eine „süße“ Strafe, die Kohle ist schließlich aus Zucker.

Heilige 3 Könige – der Umzug :

Der spektakuläre Umzug die Cabalgata de los Reyes. Endlich kommt der heiß ersehnte Tag und die gesamte Familie versammelt sich, um die Heilige 3 Könige zu empfangen. Im traditionellen Umzug flanieren diese mit den mit Geschenken beladenen Kamelen und den königlichen Pagen über die Straßen und verteilen Bonbons und Süßigkeiten unter den Kindern. Einer nach dem anderen erscheinen lustige Umzugswägen in strahlenden Farben, die den Figuren beliebter Kindergeschichten nachempfunden sind. Die Kinder kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Dazu spielt eine Musikkapelle Weihnachtslieder. Dem unterhaltsamen Spektakel aus Fröhlichkeit, Licht und Farben beizuwohnen und die vergnügten und heiteren Kindergesichter zu sehen, vermittelt ein unbeschreibliches Glücksgefühl.

 

Den Abschluß findet der Umzug in der Krippe die eifrige Helfer im Vorfeld aufgebaut haben und sich alle Kinder des Dorfes Süßigkeiten und kleine Spielsachen von den heiligen 3 Königen abholen können.

Heilige 3 Könige – Impressionen:

 

Dreikönig Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum in der Ortsmitte

heilige 3 Könige

auch die kleinen der Musikschule laufen mit

heilige drei Könige

Maria, Josef und der Esel dürfen nicht fehlen

heilige 3 koenige

dreikoenig

cabalgata de los reyes

ankunft drei koenige

 

 

 

 

 

 

 

die kleinen Engel

3 koenige ankunftSpanien Weihnachten

 

Spanien feiertag

Weihnachten Spanien

Umzug Spanien

die Leibgarde der Könige

Spanien Umzug

und die heiligen 3 Könige selbst

3 Könige 3 koenige

Feiertag Spanien

Weihnachten könige

wartende Kinder vor der Krippe

weihnachten Pfarrer

Weihnachten KircheWeihrauch gold

Weihnachten krippe

weise morgenlandKrippe Könige

 

Esel Krippe

krippenspiel

und hier gibt es die Süßigkeiten und kleine Spielsachen von der Gemeinde

koenig geschenk krippe

El Gordo – die Weihnachtslotterie – ein Feiertag für jedermann

El Gordo die Weihnachtslotterie „El Gordo“ ( der Dicke ) die seit 1812 jedes Jahr ausgespielt wird ist eine Sonderziehung der staatlichen Loteria Nacional. Dieser 22. Dezember der Tag der Auslosung versetzt ganz Spanien in Aufruhr. Schon Monate davor, ungefähr ab Mitte Juli, werden die Lose an allen Lottoannahmestellen, Bars, Frisören und bei Sportvereinen verkauft.

El Gordo welche Lose gibt es

Ein ganzes Los ist auf einen etwa DIN A4-großen Papierbogen gedruckt, der durch Perforierungen in zehn Zehntellose unterteilt ist. Alle décimos ( Zehntellose ) eines billete ( ganzes Los ) tragen dieselbe Losnummer. Ein décimo kostet seit Einführung des Euro gleich bleibend 20 Euro, ein ganzes Los damit 200 Euro. Was für spanische Verhältnisse sehr viel Geld ist daher werden üblicherweise die décimos mehr verkauft.

Seit der ersten Ziehung am 18. Dezember 1812 ist der Ablauf weitgehend unverändert geblieben. Heute findet die Ziehung jährlich am Morgen des 22. Dezember in Madrid statt.

El Gordo das Ereignis des Jahres

Sie ist wie alle Ziehungen der Lotería Nacional – öffentlich. Seit 1967 wird sie zudem live im Fernsehen übertragen. Die Fernsehübertragung erreicht Einschaltquoten von um die 50 %. Die Ziehung gilt im öffentlichen Bewusstsein als das Ereignis des Jahres, mit dem die Weihnachtszeit eingeläutet wird. Diese endet in Spanien am Dreikönigstag (eigentlich der traditionelle Tag der Bescherung). Am Dreikönigstag wird eine weitere Sonderziehung „El Niño“ ausgespielt.

El Gordo die Ziehung

Bei der Ziehung befinden sich in einer großen Trommel so viele Holzkugeln wie es Losnummern gibt ( 100.000 im Jahr 2013 ) jeweils mit einer Losnummer beschriftet. In einer kleineren Trommel liegen genauso viele Holzkugeln wie Preise vorhanden sind. Diese sind mit der jeweiligen Gewinnsumme beschriftet. (am Beispiel 2013: 1.794 Kugeln mit 1.000 Euro, acht mit 60.000 Euro, zwei mit 200.000 Euro und je eine mit 500.000, 1,25 Mio. und 4 Mio. Euro).

Aus jeder der beiden Trommeln fällt zeitgleich eine Kugel in eine Glasschale. Diese werden von zwei Schülern des Madrider Colegio San Ildefonso – einem ehemaligen Waisenhaus für Jungen, das mittlerweile eine Schule für Jungen und Mädchen aus großteils schwierigen Familienverhältnissen geworden ist – aus den Schalen genommen und eines der Kinder singt die Losnummer und das andere die auf sie entfallene Gewinnsumme, am häufigsten also "mil euros" (1.000 Euro).

Das wiederholt sich bis alle Preise gezogen sind ( 1.807mal im Jahr 2013 ). Nach jeweils 20 gezogenen Gewinnen werden beide Trommeln gedreht, sodass sich die Kugeln neu durchmischen.

Die Gesamtdauer der Ziehung ist ungefähr 3,5 Stunden und gewinnt ihre Spannung dadurch, dass einer der Hauptpreise jederzeit, theoretisch schon mit der ersten oder auch erst mit der letzten Kugel aus der Gewinntrommel fallen kann.

Ungefähr eine Stunde nach Ende der Ziehung und nochmaliger Überprüfung werden die Gewinnnummern offiziell veröffentlicht. Die Lose sind übertragbar und müssen spätestens drei Monate nach der Ziehung zur Einlösung vorgelegt werden.

 

Lotterien Spanien an Weihnachten und el Gordo

Lotterien Spanien an Weihnachten

Gewinnspiele und Lotterien Spanien sind eine Besonderheit in der spanischen Weihnachtszeit. Der Spanier an sich hat eine hohe Affinität zu Glücksspielen und Lotterien aller Art. Das ganze Jahr werden hier Unsummen von Geld in Lose und Lotterien investiert wie zum Beispiel die Lose von ONCE der Nationalen Organisation der Blinden in Spanien. Das ONCE Los ist vergleichbar mit der deutschen Aktion Mensch oder ehemals Aktion Sorgenkind und wird täglich ausgespielt. In der Weihnachtszeit kommen dann noch „El Gordo“ am 22. Dezember jeden Jahres hinzu ebenso wie kleinere Gewinnspiele.

Lotterien Spanien – Cesta de Navidad

                                                                                                                

lotterien Spanien el gordo

 

Denn nahezu in jeder spanischen Bar wird ein Cesta de Navidad ein Weihnachtsgeschenkkorb verlost. Hier kauft man sich gegen eine geringe Gebühr( 1 – 2€ ) eine zweistellige Losnummer mit der der Hauptgewinn der Cesta de Navidad – Weihnachtsgeschenkkorb ausgespielt wird. In der Regel hängt in jeder Bar ein kalenderartiges Bild aus unter dem alle Losnummern aufgeführt sind und wo sich der Kunden dann unter den noch nicht vergebenen Nummern seine Wunschnummer aussuchen kann.

 

lotterien Spanien Weihnachtenlotterien Spanien gewinn

 

 

 

 

Diese bezahlt er dann und trägt sich im Nummernfeld mit Namen ein. Der Cesta de Navidad besteht aus allerlei Spezialitäten aus Spanien aber auch aus anderen Ländern wie Jamon Serrano, Sekt, Chorrizo und vielen Köstlichkeiten mehr. Der Cesta de Navidad steht bereits gefüllt in jeder Bar bereit. teilweise sind wie hier sogar ganze Reisen enthalten.

lotterien Spanien million

 

Lotterien Spanien "El Gordo"

Wenn dann am 22. Dezember die Gewinnnummern von "El Gordo" der größten Nationalen spanischen Lotterie gezogen werden, entscheiden deren letzten beiden Stellen über die Vergabe der Cesta de Navidad in den Bars in ganz Spanien und der Gewinner kann sich seinen Korb dann direkt mit nach Hause nehmen. Sollte die Nummer nicht vergeben sein weil der Barbesitzer, eventuell aber eher unwahrscheinlich, nicht alle Losnummern verkaufen konnte werden zum 2. Durchgang die Gewinnzahlen bei der Ziehung von "El Niño" am 06. Januar dem Dreikönigstag herangezogen.

Hilfsbereitschaft in Spanien grenzenlos

Hilfsbereitschaft a la Spanien – durch das krisengeschüttelte Spanien rollt derzeit eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft nachdem mehr und mehr Menschen aufgrund Ihrer Arbeitslosigkeit am Existenzminimun leben trifft man immer mehr auf Aktionen die diesen benachteiligten unter die Arme greifen. Aktuell sammeln viele Discounter von Ihren Kunden Lebensmittel für Bedürftige oder um in der Weihnachtszeit auch an die kleinen Kinder zu denken deren Eltern aufgrund der jetzigen Arbeitsmarktsituation nicht in der Lage wären Ihnen Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Für diese hat man z.B. im Eingangsbereich der Supermärkte Boxen eingerichtet wo gebrauchtes oder überflüssiges Spielzeug von wirtschaftlich bessergestellten abgegeben werden kann um es dann an die Bedürftigen zu verteilen.

Hilfsbereitschaft bei masymas

 

hilfsbereitschaft masymas spanien

hilfsbereitschaft masymas spanien

 

Dieses Weihnachten soll kein Kind ohne Spielzeug bleiben – Sie können in jeder unserer 120 Fillialen das Spielzeug das  Sie selbst nicht mehr benötigen abgeben und wir leiten es an caritative Einrichtungen weiter – ist auf diesem Schild bei  masymas zu lesen.

 

 

 

Hilfsbereitschaft bei Konzerten


So gab es bereits im Sommer Benefizkonzerte zu Gunsten der Caritas wie dem Konzert Colla Llebetjá an der Costa Blanca "1kg Musik für 1kg Lebensmittel" wo die Besucher vorab aufgefordert wurden – Kommen Sie in unser Konzert und bringen Sie 1kg Lebensmittel zur Sammelstelle.

Hilfsbereitschaft beim Discounter Lidl

 

hilfsbereitschaft lidl spanienOder im Oktober bei dem Lebensmitteldiscounter Lidl der seine Kunden aufforderte in einem nach den Kassen aufgestellten Einkaufswagen Lebensmittel für bedürftige als Spende zu hinterlassen.

 

 

Hilfsbereitschaft auch bei Banken

Selbst die spanischen Banken, ja Du hast richtig gelesen, fordern ihre Kunden beim nutzen ihres Onlinservices zum Spenden von Lebensmitteln für bedürftige auf. Das dies notwendig ist belegt nicht zuletzt der Tod dreier Personen in der Nähe von Sevilla die an einer Lebensmittelvergiftung gestorben waren die sie sich aufgrund ihrer Armut bzw. aufgrund dessen zugezogen hatten, dass sie sich selbst kein Essen leisten konnten und deshalb Lebensmittel aus dem Abfall anderer Personen konsumiert hatten deren Verfallsdatum bereits weit überschritten war.

 

Spanisch werden in 9 Schritten oder Spanien für Zugereiste

Die Sprache Spanisch zu lernen ist nur die halbe Miete. Wenn du in einem Land wirklich dazugehören willst, musst du auch die lokalen Gepflogenheiten kennen. Hier erfährst du, wie du als echter Spanier durchgehst.

 

Wie jeder Expat, der etwas auf sich hält, habe auch ich eine Reihe von Tricks auf Lager, um mich nie fern von zu Hause zu fühlen: Regelmäßige Skype-Gespräche mit meiner Familie und meinen Freunden, Musik aus meiner Jugend in voller Lautstärke und dosenweise Fabada Litoral, um den langen deutschen Winter zu überstehen.

Wenn ich über Weihnachten (oder auch zu irgendeiner anderen Gelegenheit) nach Hause fliege, lande ich unter einem wolkenlosen, blauen Himmel und meine Familie nimmt mich in der traditionellen Tracht in Empfang, während sie zu Flamencorhythmen in die Hände klatscht und mit den Füßen stampft. Und sobald ich das Haus betrete, empfängt man mich mit zwei Küsschen, dünnem Bier in winzigen Gläsern, einer riesigen Paella und Tapas am laufenden Band, gefolgt von einer ausgedehnten Siesta.

Quatsch, natürlich nicht!

Es gibt unzählige Klischees über Spanier. Manche von ihnen sind ziemlich witzig und enthalten sicherlich ein Körnchen Wahrheit. Andere sind schlicht und einfach falsch und in gewisser Weise auch schädlich. Aber wie lautet das spanische Sprichwort: Cuando el río suena, agua lleva (wörtl. „Wenn der Fluß rauscht, führt er Wasser“), zu Deutsch: „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“. Ich denke, die folgenden Eigenschaften sind unter Spaniern so weit verbreitet, dass sie es verdienen, in unsere Anleitung zum Spanischwerden aufgenommen zu werden. Und wenn ihr die folgenden 9 Hinweise beherzigt, werdet auch ihr am Ende dieses Artikels die berühmten Worte aussprechen können: Mi casa es tu casa.

  1. Regel Nummer Eins ist bekannt: Ein Spanier bleibt nie unbeachtet. Es geht hier nicht darum, im Mittelpunkt stehen zu wollen. Es ist nur so, dass für uns zwischen hörbarem Sprechen und Schreien nur ein schmaler Grat besteht. Und bei fast allen Barbesuchen und Familientreffen wird diese Grenze überschritten. Da wir unsere Bräuche gerne ins Ausland exportieren, erkennen wir uns leicht gegenseitig am Geschrei, wenn wir mal wieder an einem öffentlichen Ort ein botellón veranstalten. Schließ dich uns doch einfach an!

  2. Nein, hier ist kein Justin Bieber-Konzert. Hier sind nur so viele Leute, weil wir Spanier jede Gelegenheit ausnutzen, wenn es etwas umsonst gibt, ob es sich nun um die Eröffnung des neuen Saals im Gesteins- und Mineralienmuseum oder eine Zarzuela-Aufführung im Teatro Nacional handelt. Solange es umsonst Essen und Getränke gibt… Ich war auf zahlreichen Veranstaltungen, die mich nicht im Geringsten interessiert haben, nur weil es Wein und Häppchen gab! Und das Beste daran ist, dass ich mir nach dem ganzen Wein auch noch einen Imbiss für später einpacken kann.

  3. Immer schön grüßen: Unsere Mütter haben uns gut erzogen, und in Spanien bedeutet gute Erziehung, sich über soziale Regeln hinwegzusetzen und ungefragt in den Komfortbereich anderer Leute einzudringen. Ein Spanier begnügt sich nicht damit, jemanden nur mit Worten zu begrüßen, ein kleiner Speichelaustausch mit dem Gegenüber muss schon sein: Zwei Küsschen sind also Pflicht, selbst wenn es sich um Freunde der Mutter eines Freundes des Arbeitskollegen handelt. Manchmal geht die Gleichung allerdings nicht auf, da die Anzahl der Küsschen und die Anzahl der Personen irgendwie nicht zusammenpassen. Mir ist es schon einmal passiert, dass ich in einer Bar drei Freunde begrüßen wollte und dabei nicht nur sie, sondern auch ein paar vollkommen zusammenhangslose Fremde küsste, die zufällig daneben standen!

  4. Wie sagte schon mein Vater: La paciencia es la madre de la ciencia (wörtl. „Geduld ist die Mutter der Wissenschaft“). Wahrscheinlich hatten deswegen die beliebten Poster mit der Aufschrift Stay calm and… in Spanien so großen Erfolg. Entspann dich: Gut Ding will Weile haben und jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus. Wenn du in eine Bar voller Leute gehst, rechne nicht damit, sofort bedient zu werden. Und auch nicht nach 10 Minuten. Die Kellner habe Erfahrung darin, deine Blicke zu ignorieren und werden dich erst bemerken, wenn es ihnen passt – egal, ob dir bis dahin der Geduldsfaden gerissen ist. Wenn sie sich dann endlich dazu durchgerungen haben, deine Bestellung aufzunehmen, musst du noch einmal so lange warten. Aber nur die Ruhe: Wenn du dein Bier und deine Tapas bekommen hast, wirst du merken, dass sich das Warten gelohnt hat.

  5. Speak Espanis, please: Spaniern ist nie etwas peinlich, außer wenn es darum geht, eine andere Sprache zu sprechen. Wenn du ein bisschen Spanisch lernst, wirst du schnell viele neue Freunde finden… denn wir kommunizieren unglaublich gerne, und in unserer Sprache umso lieber. Mindestens ebenso gerne verspanischen wir alle Wörter, und zwar sowohl schriftlich – güisqui („Whiskey“) oder beicon („Bacon“) – als auch mündlich: Wenn ihr einen Spanier nach seinen Lieblings-Rockbands fragt, achtet darauf, dass ihr sie auch spanisch aussprecht. So wird aus „U2“ U dos und aus „AC/DC“ AceDecé!

  6. Spontaneität ist eine Eigenschaft, die man nicht lernen kann, und wir Spanier sind wirklich sehr, vielleicht auch manchmal zu spontan. Aus diesem Grund wirken wir häufig ziemlich wankelmütig: Erst wollen wir nicht ausgehen, und ein paar Minuten später sitzen wir dann doch in einer Bar oder in einem Restaurant. Das Beste an dieser Spontaneität sind unsere impulsiven, witzigen Einfälle, ein absurder Sinn für Humor, unerwartete Treffen und Pläne in letzter Minute. Hast du Lust auf ein Bier? Klar! (Kann ich mit diesen Haaren rausgehen?)

  7. Small Talk: Über banale Dinge reden – wie das Wetter, die Pläne fürs Wochenende, Fußball, die Wahlergebnisse eines Landes, das dir eigentlich egal ist, den kaputten Kopierer im Büro, das neue iPhone 7 oder die Tipps der Nachbarin gegen Heuschnupfen – Spanier sind Meister des Fahrstuhlgesprächs. Eine Legende besagt, dass ein Spanier einmal sieben Jahre am Stück geredet hat, ohne auch nur einmal etwas von Belang zu sagen.

  8. Das Konzept von sobremesa: Wörtlich bedeutet es „über dem Tisch“. Die spanische Bedeutung umfasst aber auch die kostbare Zeit, die man nach dem Essen gemeinsam am Tisch verbringt. Man nimmt noch einen Kaffee, einen Schnaps oder einen Nachtisch zu sich, aber eigentlich geht es darum, eine angenehme Unterhaltung weiterzuführen. Wer will, kann auch aufstehen und gehen, keiner wird ihm böse sein – selbst schuld, wenn er die sobremesa verpasst. Am Tisch spricht jeder über das, was ihn interessiert, allerdings lässt niemand den anderen ausreden und jeder spricht ständig dazwischen. Und trotzdem verstehen wir uns und finden eine Ordnung in diesem Chaos. Meiner Meinung nach ist Multitasking von einem Spanier erfunden worden, der gleichzeitig gekocht, gegessen, getrunken und die digitalen Fernsehkanäle konfiguriert hat.

  9. Schlafen in absoluter Dunkelheit: In Spanien haben wir 4800 Stunden Tageslicht pro Jahr, das ist mehr als genug. Wenn es dann ums Schlafen geht, machen wir keine halben Sachen: Jalousien? Gardinen? Nein, wir wollen Rollläden! In Berlin geht im Sommer die Sonne schon um 4 Uhr morgens auf. Warum soll ich mich davon wecken lassen? Ich will am Wochenende ausschlafen und nicht von der Sonne geweckt werden! Ich bestehe auf mein Recht, mein Gesicht Samstag morgens um 11 mit einem Handydisplay zu beleuchten und dann weiterzuschlafen, wenn ich Lust dazu habe. Wenn du es anders machen willst, bitteschön… Aber bei mir zu Hause gibt es Rollläden, und wenn du einmal richtig tief und lange schlafen möchtest, dann weißt du: ¡Mi casa es tu casa!

          Artikel von: Cristina Gusano mehr zum Thema bei babbel.com