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La Gomera die Schönheit der Kanaren

Wie ein Felsklotz ragt sie aus dem Meer – sie soll die mythenreichste des kanarischen Archipels sein – La Gomera.

Was macht die Anziehungskraft dieser Insel aus und wie kommt es das Leute bei ihrem Namen zu schwärmen beginnen. La Gomera eine Inselwelt die so manches Geheimnis hütet.

La Gomera gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt im Atlantik nur 300 km von der afrikanischen Küste entfernt. Die Hauptstadt heißt San Sebastian. Die dünn besiedelte Insel hat einen Durchmesser von nur 25km. La Gomera die 2. kleinste Kanaren Insel wird um ihren Schatz den Nationalpark Garajonay beneidet den einzigen Urwald Europas.

 

Auf 900m Höhe präsentiert sich ein immergrüner Lorbeerwald. Wer nach La Gomera reist muss einfach wandern. Die hohe Niederschlagsmenge ist die Voraussetzung das hier alles gedeiht. Allein 15 verschiedene Lorbeergewächse gibt es im Nationalpark Garajonay ihren nebelverhangenen Lorbeerwald nennen die Gomeros Laurisilva er ist ein Dinosaurier unter den Wäldern. Millionen Jahre alt doch auch hier vernichteten Rodungen große Waldbestände. Das änderte sich als Umweltschützer das 4000 Hektar große Areal unter Naturschutz stellten. Eine Fläche von immerhin 50 Fussballfeldern.

 

Die Gomeros leben von der kargen Landwirtschaft. Bergziegen gehören zum Landschaftsbild La Gomeras. Ihnen verdankt die Insel auch den guten Käse. Alle Wetter hat diese Insel. Wie spukende Gespenster ziehen Nebelschwaden über das Waldgebiet. Es ist der Passatwind der auf die Gebirgshänge stösst und dann zu Nebel und Wolken kondensiert und das über einer Pflanzenwelt von urzeitlichen Gewächsen die nur hier im milden Klima der Kanaren überleben konnte. Ist das hier wirklich ein verwunschener Märchenwald in dem Hexen und Kobolde spuken ? Viele Gomeros sind immer noch abergläubisch.

 

 

 

Mit knapp 1500m ist der Alto de Garajonay der höchste Berg La Gomeras. Für viele Wanderer ist auf seinem Gipfel Verschnaufpause. Vom afrikanischen Festland sollen sie gekommen sein, die Ureinwohner La Gomeras, die Guanchen. Im 5. Jahrhundert nach Christus. Doch die spanischen Eroberer setzten dieser friedlichen Kultur ein jähes Ende. Bei vielen Gomeros ist auch heutzutage noch der Tafelberg Fortaleza, der alte Kultplatz der Ureinwohner, der spirituelle Mittelpunkt der Insel.Liegt hier nun tatsächlich der versunkene Kontinent Atlantis von dem die Einheimischen immer wieder sprechen ? Oder waren die Kanarischen Inseln einst Teile des Afrikanischen Kontinents ? Mythen ranken sich um diese Frage. Geologisch betrachtet ist die Vulkaninsel mit c. 10 mio. Jahren noch recht jung. Beim Zusammenstoß der Europäischen und Afrikanischen Platten stauchte sich der Ozeanboden , schob sich zusammen und zerbrach dann.

 

Heute beherbergt die Insel zahlreiche Täler. Die kanarische Palme stammt aus Nordafrika und aus ihr gewinnen die Gomeros den süßen Palmhonig Miel de Palma. Mit über 100.000 Exemplaren gilt La Gomera als die palmenreichste der Kanaren. Ihnen verdankt La Gomera auch ihr exotisches Flair.

Im Norden der Insel gibt es ein Dorf das wie ein Amphitheater von Bergen umgeben wird. Es gilt als die Perle La Gomeras – Agulo. Typisch für La Gomera ist die Pfeifsprache el Silbo sie ist einzigartig und soll die Sprache der Ureinwohner La Gomeras der Guanchen sein. Mit ihr verständigten sich früher die Hirten in den Bergen. Leider beherschen heute nur noch wenige Gomeros diese Sprache. Da diese vom Aussterben bedroht ist wurde sie von der Inselregierung als Pflichtfach in den Schulen eingeführt.

 

Agulo ist ein Kleinstadt und erinnert an das einst wohlhabende Bürgertum. Im alten Ortsteil steht die Kirche San Marco. Fast die gesamte Bevölkerung ist römisch katholisch. Kaum ein Platz, kaum eine Straße wo nicht zum Gebet eingeladen wird. Die heiligen der Kirchen – auf La Gomera werden sie verehrt. Und wenn es sein muss, wird ein erfolgreicher Arzt der Kinder und Alte geheilt hat, zum heiligen gemacht. Im Südwesten das Valle Grand Rey hier gedeihen Avocados, Orangen, Datteln und Bananenpalmen.

Inzwischen sind es die Touristen, die hier ihr Geld ins Tal bringen. Kultstatus hat das beliebte Lokal Casa Maria wo sich allabendlich Einheimische, Stammurlauber und Neuankömmlinge zum Sonnenuntergang treffen. Das Valle Grand Rey  ist eine Enklave deutscher Aussteiger. Eben noch gleistende Sonne, dann peitscht der Passatwind über La Gomera. Die Insel versinkt hinter einer Wand als würde sich einige Millionen Jahren in die Vergangenheit zurücktreten. Ein Bestandteil La Gomeras sind auch die Riesenechsen, die einst in großen Mengen auf der Insel beheimatet waren, aber heute vom Aussterben bedroht sind daher hat die Regierung auch eine Aufzuchtstation gegründet wo diese gezüchtet und später ausgewildert werden sollen.

Bananen soweit das Auge reicht. Sie brachten einstmals gutes Geld ins Land und wurden Mitte des 19. Jahrhunderts als Zwergbanane eingeführt. Doch heute benötigt die Arbeit mit der Staudenfrucht viel Zeit und ist im Vergleich zur amerikanischen Dollarbanane nicht mehr konkurrenzfähig.

Fred Olsen ein Norweger besitzt den größten Teil des Südens von La Gomera. Dessen Familie herrschte bis in die jüngste Vergangenheit über die Reederei. Fred Olsen bringt alles Arbeit, Geschäfte und Touristen. Dem Passagieraufkommen nach ist der Hafen von San Sebastian der 3. wichtigste Spaniens. Es sind vor allem die Tagestouristen von der Nachbarinsel Teneriffa.

Zweimal die Woche bieten die Gomeros auf dem Markt der Inselhauptstadt San Sebastian ihre Produkte an. Für Einheimische, Besucher und Zugewanderte ist das auch immer eine Möglichkeit die wichtigsten Neuigkeiten auszutauschen. San Sebastian ist Sitz der Inselregierung. Die Stadt ist gemütlich ohne Bettenburgen ohne Massenabfertigung.

Und diese Stadt hat an einer Geschichte mitgeschrieben um die sie jede andere Hafenstadt Spaniens beneiden würde. Es war im August 1492 als Cristobal Colon ( Christoph Kolumbus ) die Stadt betrat. Ein Genueser Kaufmann der im Dienste der spanischen Könige unterwegs war. In der Iglesia de la Asunción bat er um den Segen für seinen langen, noch unbekannten Weg nach Inden. 3 Tage Rast waren geplant. 36 Tage blieb er.

 

Und hier so erzählt die Legende traf Christoph Kolumbus seine große Liebe. Es war die umschwärmte  Beatriz de Bobadilla die ehemalige geliebte des spanischen Königs. Doch die schöne Beatriz erinnerte Christoph Kolumbus energisch an seine Dienste und schickte ihn zu seinen Schiffen, 3 mal landete Kolumbus später noch auf La Gomera. Doch beim 3. Besuch war die umworbene bereits mit dem Eroberer von Teneriffa und La Palma vermählt. Der Torre del Conde im Stadtpark seit dem 15, Jahrhundert hält er allen Angriffen stand. Er soll den Spaniern als Zwischenlager für die Gold -und Silberlieferungen aus Südamerika gedient haben. Die Gomeros sind Stolz auf diese beiden Legenden und erzählen diese mit großer Überzeugung immer wieder.

 

 

Alles hinter sich lassen und irgendwo in der Ferne ein neues Leben beginnen. Wer hat noch nicht davon geträumt. Viele Deutsche haben sich auf La Gomera diesen Traum erfüllt. La Gomera hat viele Gesichter. Doch was die Insel im Atlantik auszeichnet lässt sich in Worte schwer fassen. Es ist vielmehr etwas märchenhaftes, mystisches und immer auch etwas geheimnisvolles.