Formentera – Balearentraum in Türkis

Auf Formentera, so scheint es, als stehe die Zeit still, alles besteht aus Ruhe und Frieden. Die Insel ist die 4. größte der Balearen bezüglich der Ausdehnung und der Bevölkerungszahl. Sie befindet sich im Süden Ibizas nur ganze 2 Seemeilen entfernt. An ihrer 66 km langen Küste findet man wunderschöne Strände mit großen Dünenfeldern, Felsbuchten und Steilküsten. Da die Insel mit ihren 83 qkm Fläche nur sehr klein ist, können wir ihren Großteil problemlos mit dem Fahrrad erkunden.

Formentera Der Strand von Calo des Mort

Formentera

Der Strand von Calo des Mort auf der Balearen Insel Formentera[/caption] Ob über ihre Wanderwege, Pinienwälder oder vorbei an ihren vielzähligen Wachholderbäumen und ihren gastfreundlichen kleinen Dörfern, Formentera hat es geschafft seine ursprüngliche Umgebung, seine Dünen und öffentlichen Strände in exellentem Zustand zu erhalten.

Formentera hat seine Natürlichkeit erhalten

Glücklicherweise gibt es keine Flüge auf die Insel, daher ist die einzige Möglichkeit sie zu erreichen  der Seeweg. Das hat sicherlich auch zur Erhaltung ihrer natürlichen Umgebung beigetragen und dafür gesorgt das wir die Insel dafür lieben.

Die Hauptatraktivität Formenteras ist "ihr Meer". Das wird uns direkt bei der Landung auf Formentera klar als wir von einer Helligkeit geblendet werden, die nahezu unbeschreiblich ist. Nahezu karibische Verhältnisse, umgeben von einem ruhigen Meer in einem intensiven Türkiston der uns gefangen nimmt.

Das Meer um Formentera ist einzigartig und mit seiner Sauberkeit und Transparenz im Mittelmeer unvergleichlich. Die Schönheit verdankt sie auch der Existenz der grossen Neptungras oder Seegraswiesen.

Wir besuchen den Naturpark Ses Salines, der sich vom Süden Ibizas bis in den Norden Formenteras erstreckt und die die ältesten Seegraswiesen der Welt beheimatet. Außerdem sind dort einige wunderschöne Strände, da der Park nicht nur Erholungsgebiet sondern auch Brutstätte für die Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden ist. Vielzählige Pflanzenarten sind dort zuhause.

In dem kleinen Dörfchen La Savina findet man die örtliche Segelschule, deren Direktor, ein erfahrener Segler, mit uns eine Rundfahrt auf dem Seegbiet des Parks machen wird.

Wir starten an einer kleinen Lagune namens Estany des Peix, hier findet man die idealen Voraussetzungen um Sportarten wie Segeln, Windsurfen oder Kajak fahren auszuüben. Wir gehen aufs offene Meer hinaus vorbei an Sa Pedrera, dem Hafen von La Savina, Cavall d´en Borrás, Moli des Carregador, dem Playa de Ses Illetes und nehmen Kurs auf die Isla de s`Espalmador.

Die 66 Kilometer Küste von Formentera bieten uns unzählige Landschaftsvariationen, weiße Sandstrände wie Illetes oder Levante; Felsstrände und Steilküsten bis zu 40m Höhe, in denen die Erosion des Kalksteins viele Höhlen kreiert hat, wie die von Punta Rasa. Einer einzigartigen Landschaft und überraschenderweise über allem der Ausblick vom Meer.

Formentera – Tag zwei auf der Baleareninsel

Am zweiten Tag besuchten wir den Teil von Ses Salines, Zeuge früherer Salinenaktivitäten auf der Insel und Estany Pudent einer stark frequentierten Lagune zur Vogelbeobachtung. Hier konnten wir eine große Vielfalt an Vögeln und Pflanzen bestaunen. Die Vegetation ist an das salzhaltige Ambiente der Halbwüste angepasst.

In der Nähe von Estany Pudent fanden wir megalithische Grabstätten von Cana Costa, einer wichtigen Grabstätte die aus dem Jahr 2000 vor Christus stammt. Weiter auf unserem Rundweg an Sa Pedrera und Can Marroig vorbei, wo wir das Besucherzentrum des Parks besichtigten. Dort machten wir uns im Details mit den verschiedenen natürlichen Ökosystemen, Zonen mit felsigem Gelände aus piedra marés, einer lokalen Kalksteinart bekannt, die früher Steinbrüche waren. Gebiete der Vegetation wegen besonders geeignet für Imkerei und Bienenzucht und der Geschichte von Las Salinas die vor 2700 Jahren begann. Sie waren von großer Wichtigkeit für den gesamten Mittelmeerraum.

 

Der Park beinhaltet außerdem Wehrtürme zur Verteidigung, da im 16. und 17. Jahrhundert türkische Piraten und Berber die Inseln angriffen um das Salz zu stehlen, das man zu dieser Zeit auch das "weiße Gold" nannte.

Das Salz war damals so wichtig, dass man die Verteidigungstürme zum Schutz bauen musste. 5 davon sind heute noch im Naturpark erhalten.

Weiter besuchten wir die archeologischen Reste von Sa Caleta, einem phönizischem Dorf das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Formentera  – ein unvergesslicher Abschluss

Den Tag beendeten wir dann am Cap de Barberia, am südwestlichen Ende von Formentera, einer wunderschönen Steilküstemit einem antiken Leuchtturm und voller kleinen Steinskulpturen, dem idealen Platz um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Formentera Leuchtturm

Leuchtturm auf Formentera in Spanien

Insbesondere in einer Vollmondnacht wie dieser wo wir Sonne und Mond zur selben Zeit vor der "roten", schroffen Steilküste beobachten konnten. Ein unvergesslicher Moment.

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